Politische Bildung in Österreich

Österreich hatte lange Zeit ein etwas seltsames Verhältnis zur politischen Bildung. Anders als in Deutschland, wo die Umerziehungspolitik der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidende Impulse setzte, griff man in Österreich in der Zweiten Republik auf Konzepte aus den 1920er-Jahren zurück. Der Erlass zur "Staatsbürgerlichen Erziehung" (1949) legte dabei seine Schwerpunkte auf Heimaterziehung, Erziehung zu treuen, tüchtigen Bürgern der Republik und auf das "Österreichertum". Patriotismus und Institutionenkunde wurden dabei besonders positioniert (Dachs 2008:24 f.). Auch heute noch ist dieser Zugang noch teilweise zu spüren.

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