Just Community
Die Idee der gerechten Schulgemeinschaft (Just Community School) wurde vom amerikanischen Psychologen und Pädagogen Lawrence Kohlberg entwickelt und stellt eine praktische Umsetzung seiner in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten Theorie der Moralentwicklung dar (Kohlberg 1987, 1995). Das dahinterliegende Konzept baut auf Piagets (1972) konstruktivistisch-strukturgenetischem Ansatz auf, wonach sich das moralische Urteil der Menschen in der kommunikativen Interaktion mit anderen Menschen entwickelt. Die konkrete Ausgestaltung nimmt dabei J. Deweys (1933) Konzept des erfahrungsbasierten Lernens in einer demokratisch gestalteten Gemeinschaft auf.
Medien
John Dewey (neu hrsg. von Jürgen Oelkers) (2004): Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik. Weinheim: Beltz.
Lawrence Kohlberg (1984): Der "Just Community"-Ansatz der Moralerziehung in Theorie und Praxis. In Transformation und Entwicklung: Grundlagen der Moralerziehung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 21-55.
Lawrence Kohlberg (1995): Die Psychologie der Moralentwicklung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Michael Luterbacher, Wolfgang Althof (2007): Schüler lernen streiten. Aufbau einer konstruktiven Konfliktkultur in der Just-Community Schule. In Die Mühen der Freiheit. Probleme und Chancen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Zürich / Chur: Rüegger, 137-162.
Fritz Oser, Wolfgang Althof (2001): Die Gerechte Schulgemeinschaft: Lernen durch Gestaltung des Schullebens. In Moralische Erziehung in der Schule. Entwicklungspsychologie und pädagogische Praxis. Weinheim und Basel: Beltz, 233-268.