- GEGENSTAND
- FORSCHUNG
- Laufende Projekte
- Abgeschlossene Projekte
- Basiswissen PB
- Civic Education I
- Compétence citoyenne
- Demokratiebarometer
- Demokratische Schulkultur
- Élèves - situations sociales
- Familienerziehung & Rechtsextremismus
- Geschichte und Politik
- Integrale Umweltbildung
- Massnahmen gegen Rechtsextremismus
- Menschenrechtserziehung
- PB in der Volksschule
- Politik verstehen
- Projekte machen Schule
- Smart-voting
Massnahmen gegen Rechtsextremismus in der Schweiz
Auf der Suche nach den wirksamsten Massnahmen
Institut, Hochschule
Institut für Politikwissenschaft, Universität Zürich
Mitarbeitende
Christian Hirschi, Laura Steinacher, Thomas Widmer
Trägerschaft
Schweizerischer Nationalfonds (NFP 40+), Universität Zürich
Laufzeit
01.01.2004–31.12.2006
Projektbeschrieb
Dieses Forschungsprojekt verfolgt zwei Zielsetzungen. Erstens soll ein Leitfaden zur Evaluation von Massnahmen gegen Rechtsextremismus erarbeitet werden. Zweitens soll das Projekt Aufschluss darüber geben, welche Massnahmen gegen Rechtsextremismus wirksam sind.
Hintergrund, Problemstellung: Punktuelle Erfahrungen zu Massnahmen gegen Rechtsextremismus sind zahlreich. Systematische Bestandesaufnahmen und fundierte Evaluationen sind jedoch kaum vorhanden. Diesem Missstand möchte dieses Projekt entgegentreten, indem es einerseits Arbeitsinstrumente zur Verfügung stellt, welche eine fundierte Evaluation derartiger Massnahmen erleichtern sollen, und andererseits Hinweise zur Wirkungsweise entsprechender Massnahmen erbringt. Das Forschungsprojekt geht den Fragen nach, wie die Wirksamkeit von Massnahmen gegen Rechtsextremismus am besten evaluiert werden kann und welches die wirksamsten Massnahmen gegen Rechtsextremismus in der Schweiz sind.
Ziele und Vorgehen: In einem ersten Schritt werden bereits bestehende Evaluationsstudien zu Massnahmen gegen Rechtsextremismus im Ausland und in der Schweiz erhoben. Anhand einer Meta-Evaluation wird die Qualität dieser Studien überprüft und deren materielle Erkenntnisse werden in einer Evaluationssynthese zusammengefasst. Aufgrund der so gewonnenen Erfahrungen wird ein erster Entwurf eines Evaluationsleitfadens erstellt. Als zweiter Schritt wird ein Inventar von Massnahmen gegen Rechtsextremismus in der Schweiz erstellt. Eine Expertenbefragung zum Erfolg dieser Massnahmen erlaubt uns die Auswahl von allgemein als wirksam betrachteten Massnahmen. Anhand des zuvor erarbeiteten Leitfadens werden diese acht Massnahmen in einem dritten Schritt evaluiert. Aufgrund der Erfahrungen in den acht Fallstudien wird der Evaluationsleitfaden überarbeitet. Zudem fliessen die Erkenntnisse aus den Fallstudien zusammen mit jenen aus der Evaluationssynthese in Folgerungen zur Wirksamkeit entsprechender Massnahmen ein.
Bedeutung: Massnahmen gegen Rechtsextremismus haben in der Schweiz noch keine lange Tradition; noch ausgeprägter gilt dies für die Evaluation derartiger Massnahmen. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Evaluation derartiger Massnahmen gestützt auf Erkenntnisse aus anderen Themenfeldern und aus dem Ausland zu unterstützen. Dazu dient in erster Linie der erarbeitete und bereits in der Praxis getestete Evaluationsleitfaden. Er soll den mit Massnahmen gegen Rechtsextremismus befassten Akteuren den Zugang zu einer systematischen, fundierten und aussagekräftigen Evaluation erleichtern. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes geben der Praxis aber auch Hinweise dafür, welche konkreten Gegenmassnahmen gute Erfolgsaussichten haben. Das Projekt soll damit auch Grundlagen zur Verfügung stellen, um den Rechtsextremismus wirksamer bekämpfen zu können.